Kleine Marillenkunde

In unserem Garten stehen vier uralte Marillenbäume. Da ich sie nicht selbst gesetzt habe, wusste ich lange nicht, welche Sorten es sind. Vor ein paar Tagen habe ich die Schnapsbrenner, denen ich immer das Fallobst liefere gefragt, und jetzt haben meinen beiden Sorten endlich einen Namen.

Marillen Ungarische Beste (li.) und  Alte Ananas Marille (re.)

Die Ungarische Beste gehört zu den verbreitetsten Arten in Österreich. Sie ist mittelgroß bis groß, sattgelb bis orange. An der Sonnenseite wird sie dunkelrot und teilweise dunkelbraunrot punktiert. Die Früchte reifen Mitte Juli und da die Früchte sehr langsam nachreifen kann man bis etwas Anfang August alle drei Tage ernten. Das Fruchtfleisch ist saftig, süß und aromatisch Das ganze Marillenaroma tritt erst nach dem Einkochen ein und die Ungarische Beste besitzt hohe Gelierkraft. Daher verwende ich sie meistens für Marmelade.

Die Alte Ananas Marille geht aus der Großen Gemeinen Marille hervor, gehört zu den ältesten Marillensorten und wird heute nur mehr wenig angebaut und vermehrt. Das Fruchtgewicht ist ca. 55 g und die Färbung orangegelb. Es können rötliche Punkte vorhanden sein, aber keine rötliche Färbung. Der Geschmack ist kürbis- bis melonenhaft gewürzt, unter der Schale säuerlich, im Inneren der Frucht süßer und nicht sehr saftig. Wenn sie sehr reif ist, kann sie schwach mehlig werden. Sie reift in der zweiten Julihälfte. Die Ananas Marille verwende ich hauptsächlich für Strudel oder Kuchen.

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